Verhageltes Pfingstfest

Zehn oder fünfzehn Minuten – länger dauert es meistens nicht. So auch am Pfingstmontag 2019, als die schwülwarmen Temperaturen sich vor allem im Süden Deutschlands in Gewittern entluden. Die Unwetter erstreckten sich von Kempten im Allgäu über Kaufbeuren, Landsberg am Lech, Fürstenfeldbruck, München und Landshut bis nach Regensburg. Fast überall schlugen Hagelkörner mit bis zu fünf Zentimetern Durchmesser ein. Die golfballgroßen Körner zerstörten junge Maispflanzen und Getreide in Schwaben, Erdbeer- und Gemüsefelder in Oberbayern sowie Hopfenanlagen in der Hallertau. „Nach einem solch extremen Hagelereignis gehen bei uns die Schadenmeldungen im Minutentakt ein. Wir koordinieren das in unserer Münchener Zentrale und schicken dann unsere Schätzer aufs Feld“, erklärt Martin Heiß, Leiter des Schadenaußendiensts bei der MMAgrar. Aktuell liegen nur Informationen des Deutschen Wetterdienstes über die Tragweite der Unwetter sowie erste Ad-hoc-Meldungen der Schadeneinsatzleiter vor, wie hoch die Schäden auf den versicherten Feldern wirklich sind, werden die nächsten Tage zeigen. Die Schadenspezialisten sind auf viele Hundert geschädigte Landwirtschaftsbetriebe eingestellt.

Schadenschätzer in Alarmbereitschaft

Die vorangegangenen Wettervorhersagen haben auch die Schadenschätzer der Münchener & Magdeburger Agrar (MMAgrar) alarmiert. Sie wissen genau, wie sich die Kunden jetzt fühlen, denn sie bauen selbst Getreide, Mais, Gemüse oder Hopfen an. Leider haben sich die Befürchtungen bestätigt und jetzt stehen die Begutachtungen im Süden und Osten Deutschlands an. Die Vorbesichtigung der geschädigten Flächen begann bereits am Dienstag nach Pfingsten und wird mindestens zwei Wochen andauern. Kurz vor der Ernte kommen die Gutachter dann noch einmal auf das Feld, um zu prüfen, welche Einbußen der Hagel tatsächlich verursacht hat. „Heute lässt sich noch nicht hundertprozentig sagen, wie sehr der Hagel die Ernte beeinflusst hat. Die engmaschige Betreuung garantiert, dass unsere Kunden die Entschädigung erhalten, die ihnen zusteht“, so Martin Heiß.

Die Gefahr von Sturm und Starkregen wird unterschätzt

Mit dem Hagel gingen auch hohe Niederschlagsmengen und Orkanböen einher, die Felder schnell unter Wasser setzen oder die Kulturen platt gewalzt haben. Viele Landwirte sind gegen Hagel versichert – nicht aber gegen Sturm und Starkregen. Die Folgen eines Gewitters in dieser Vegetationsperiode können aber den Totalausfall der Ernte bedeuten. Martin Heiß dazu: „Viele Landwirte sind sich nicht darüber bewusst, dass sie sich gegen Sturm und Starkregen genauso versichern können wie gegen Hagel.“

Informieren Sie sich hier über geeignete Versicherungsangebote oder wenden Sie sich direkt an Ihren Ansprechpartner der MMAgrar.

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